Wirtschaft

Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe

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Berlin 08.01.2026

– Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzen im November ihre Erholung fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts[1] stieg das Ordervolumen gegenüber Oktober preis-, kalender- und saisonbereinigt um deutliche 5,6 Prozent. Eine überdurchschnittliche Häufung inländischer Großaufträge sorgte auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich für eine deutliche Zunahme von 4,0 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen legten die Auftragseingänge im Dreimonatsvergleich um deutliche 2,1 Prozent zu. Im Verhältnis zum November 2024 beträgt die Steigerung beachtliche 10,5 Prozent.

Der stärkste Nachfrageimpuls stammte erneut aus dem Inland, von wo die Bestellungen – auch beflügelt durch Großaufträge – um 6,5 Prozent zulegten. Die Nachfrage aus dem Ausland zog allerdings ebenfalls spürbar mit +4,9 Prozent an. Vermehrte Orderzuflüsse stammten dabei sowohl aus dem Euroraum als auch aus Drittländern. In den einzelnen Gütergruppen machten sich die Großaufträge bei den Konsum- sowie den Investitionsgütern bemerkbar, die eine Expansion um jeweils 8,2 Prozent bzw. 7,9 Prozent verbuchen konnten. Auch Vorleistungsgüter waren mit +1,0 Prozent stärker nachgefragt.

Die überwiegende Mehrheit der Wirtschaftszweige registrierte höhere Auftragseingänge: Am stärksten ausgeprägt war diese Entwicklung in den Bereichen Bekleidung (+29,6 Prozent), Metallerzeugnisse (+25,3 Prozent), Sonstiger Fahrzeugbau (+12,3 Prozent) und EDV und Optik (+8,3 Prozent). In der gewichtigen Kfz-Industrie kam es zu einer moderaten Steigerung von 0,8 Prozent. Rückläufig war die Nachfrage dagegen bei pharmazeutischen Erzeugnissen (‑3,5 Prozent), Metallerzeugung (-2,3 Prozent) und Textilien (-1,0 Prozent).

Bereits seit einigen Monaten führen Großaufträge – v. a. vor dem Hintergrund verteidigungswirtschaftlicher Beschaffungen – zu Ausschlägen bei den monatlichen Auftragseingängen. Grundsätzlich verstetigt sich aber der Trend einer zunehmenden Nachfrage aus dem Inland sowie dem Euroraum. Demgegenüber entwickeln sich die Auftragseingänge aus Drittländern angesichts der handels- und geopolitischen Unwägbarkeiten seit Frühjahr 2025 tendenziell schwach. Somit ist weiter mit einer gedämpften Exportentwicklung zu rechnen.

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