Wirtschaft
Deutsches BIP wächst 2026 nur noch um 0,4 %
Berlin 22.06.2026
Die Konjunktur schwächt sich weiter ab: Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 von 1,0 % auf 0,4 % gesenkt. Auch in der Eurozone und weltweit hat sich das Wachstum verlangsamt. Industrie und Nachfrage verlieren an Dynamik. Ein entschlossenes Reformpaket ist dringend erforderlich, um Investitionen anzukurbeln und das Wachstum wiederzubeleben.
Die Wachstumsprognose des Bundesverbands der Deutschen Industrie spiegelt die aktuelle Lage wider: Für Deutschland wird 2026 nur noch ein Wachstum von 0,4 % erwartet, statt der zu Jahresbeginn prognostizierten 1 %. Für die Eurozone wurde die Prognose von 1,1 % auf 0,7 % reduziert.
Die Weltwirtschaft wird voraussichtlich nur um 2,9 % wachsen und damit deutlich unter ihrem langjährigen Durchschnitt.
Diese neuen Prognosen berücksichtigen das Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die negativen Auswirkungen des Iran-Krieges sind jedoch weiterhin spürbar. [SA1.1] Ein umfassendes Reformpaket der Koalition könnte die Stimmung im Land verbessern. Vorsicht ist geboten; noch ist nichts sicher.
Die Lage der Industrie verschlechtert sich weiter: Die Produktion sank im ersten Quartal um 1,0 % gegenüber dem Vorquartal und um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Auftragseingänge schwächeln: Nach einem Rückgang im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal blieb die Nachfrage zu Beginn des zweiten Quartals schwach. Eine Erholung der Produktion wird nicht vor dem vierten Quartal erwartet, sofern keine weiteren Störungen auftreten.
Die Frage ist nun: Was brauchen wir, um unsere Stärken wieder auszubauen? Vor allem aber müssen wir unser Wachstumspotenzial steigern. Dies sollte der Leitgedanke für jede wirtschaftspolitische Entscheidung sein.
Die Situation ist klar: Was brauchen wir, um unsere Stärke zurückzugewinnen? Dies galt bereits bei Amtsantritt der Regierung im Mai 2025 und ist heute umso deutlicher. Wenn dies der Maßstab ist, müssen wir schlussfolgern, dass die Regierung ihre Ambitionen verloren hat. Teillösungen reichen nicht aus, und die Fortführung des Koalitionsvertrags genügt in der zunehmend komplexen Lage nicht mehr.
Was wir brauchen, ist ein umfassendes Reformpaket, das Investitionen ermöglicht und das Wachstum ankurbelt – kurzum, das die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherstellt.