Welt
Deutsche Importe: US-Dollar wichtigstes Zahlungsmittel
Wiesbaden 20.03.2026
– Im Jahr 2025 war der Euro bei deutschen Warenexporten in Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) das meistverwendete Zahlungsmittel. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen 54,7 % der deutschen Exportgeschäfte in die Drittstaaten in Euro abgewickelt. In US-Dollar wurden 26,4 % der Exporte abgerechnet. Danach folgten Exportgeschäfte in britischem Pfund mit einem Anteil von 4,8 %, chinesischem Renminbi Yuan mit 2,7 % und Schweizer Franken mit 2,4 %. Die restlichen 8,9 % der Exporte in Drittstaaten wurden in anderen Währungen bezahlt. Ab dem Berichtsmonat Januar 2026 bietet das Statistische Bundesamt monatliche Auswertungen zum Außenhandel nach Rechnungswährungen in einem neuen Statistischen Bericht an.
Importseitig war der US-Dollar im Jahr 2025 das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel im Warenhandel mit Drittstaaten. 45,2 % der Importgeschäfte wurden in US-Dollar bezahlt. In Euro wurden 43,8 %, in chinesischem Renminbi Yuan 3,6 %, in Schweizer Franken 2,8 % und in britischem Pfund 1,7 %der Importgeschäfte abgerechnet. In anderen Währungen wurden nur 2,9 % der Importe bezahlt.
Exporte in die Vereinigten Staaten werden zu über zwei Dritteln in US-Dollar bezahlt
Im Handel mit den wichtigsten Empfängerländern deutscher Waren außerhalb der Europäischen Union (EU) unterscheiden sich die Anteile der bei Exportgeschäften genutzten Rechnungswährungen stark. So wurden die Exporte in die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 zu 68,6 % in US-Dollar und zu 30,6 % in Euro abgerechnet. Nur 0,8 % der exportierten Waren wurden in anderen Währungen gezahlt.
Demgegenüber wurden die von Deutschland nach China exportierten Waren im Jahr 2025 hauptsächlich in Euro bezahlt (61,0 %). Danach folgten die chinesische Währung Renminbi Yuan mit einem Anteil von 23,0 % und der US-Dollar mit 15,1 %. In anderen Währungen wurden lediglich 0,9 % der Exportgeschäfte mit China abgewickelt.
Auch im Handel mit dem Vereinigten Königreich wurden 2025 die meisten deutschen Exporte in Euro bezahlt (48,5 %). Der US-Dollar spielte mit einem Anteil von 8,1 % nur eine untergeordnete Rolle. Weitaus mehr Exporte in das Vereinigte Königreich wurden in britischem Pfund abgerechnet (41,4 %). Andere Währungen hatten bei den deutschen Exportgeschäften mit dem Vereinigten Königreich einen Anteil von 2,0 %.
Beim Handel mit der Schweiz dominierten im Jahr 2025 die Exporte, die in Euro abgewickelt wurden. Der Euro lag mit einem Anteil von 71,0 % weit vor dem Schweizer Franken mit 22,0 % und dem US-Dollar mit 4,4 % an den Rechnungswährungen. Andere Währungen hatten lediglich einen Anteil von 2,6 %.
Importe aus China meist in US-Dollar abgewickelt
Auch bei den Importen nach Deutschland aus den wichtigsten Lieferländern außerhalb der EU ergab sich für die Zahlungsabwicklung nach Währungen ein differenziertes Bild. Im Handel mit China wurden im Jahr 2025 mit einem Anteil von 50,8 % die meisten Wareneinfuhren in US-Dollar abgerechnet. In Euro wurden 31,1 % und in chinesischem Renminbi Yuan nur 16,7 % der Importgeschäfte abwickelt (andere Währungen: 1,4 %).
Bei den Importen aus den Vereinigten Staaten hatte der US-Dollar in Jahr 2025 mit einem Anteil von 78,4 % eine noch größere Bedeutung als bei den Exportgeschäften. In Euro wurden lediglich 20,0 % der Importwaren gezahlt (andere Währungen: 1,7 %).
Bei Importgeschäften mit der Schweiz hingegen spielte der US-Dollar im Jahr 2025 mit einem Anteil von 6,6 % nur eine untergeordnete Rolle. Hier dominierte der Euro mit einem Anteil von 67,0 % der abgerechneten Währungen, gefolgt vom Schweizer Franken mit einem Anteil von 23,4 % (andere Währungen: 3,1 %).
Der Handel mit dem Vereinigten Königreich wurde auch importseitig hauptsächlich in Euro abgerechnet. Im Jahr 2025 lag der Euro mit einem Anteil von 50,3 % an den fakturierten Währungen vor dem US-Dollar mit 25,9 % und dem britischen Pfund mit 23,2 % (andere Währungen: 0,6 %).
Exporte in Drittstaaten machen 44,1 % der gesamten deutschen Exporte aus
Im Jahr 2025 machte der Handel mit Drittstaaten 44,1 % der deutschen Gesamtexporte und 34,6 % der Gesamtimporte aus. Dieser Außenhandel über die EU-Grenzen hinweg (Extrahandel) wird von der Zollverwaltung abgewickelt, dabei werden die jeweiligen Rechnungswährungen erfasst. Für den Handel mit anderen EU-Staaten (Intrahandel) liegen in der Außenhandelsstatistik keine Angaben zu den fakturierten Währungen vor.