Berlin
Berlin führt Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit ein
Berlin 16.03.2026
Berlin führt den 15. März als Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit ein. Der Senat will den Gedenktag sichtbar machen und den Dialog mit Moscheegemeinden stärken.
Der 15. März wird künftig auch in Berlin als „Internationaler Tag gegen Islamfeindlichkeit“ begangen. Das Abgeordnetenhaus beschloss dies auf Antrag der Fraktionen von CDU und SPD. Der Beschluss wurde am 9. Dezember von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner unterzeichnet.
Der Senat ist damit aufgefordert, den von der UN-Vollversammlung anerkannten Gedenktag öffentlich zu thematisieren und sichtbar zu machen. Geplant ist unter anderem, verstärkt das Gespräch mit Berliner Moscheegemeinden zu suchen und sie bei Dialog- und Begegnungsveranstaltungen rund um den 15. März zu unterstützen.
Der Internationale Tag gegen Islamfeindlichkeit erinnert an den Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch am 15. März 2019, bei dem 51 Menschen aus islamfeindlichen Motiven ermordet wurden. Der Tag steht für Gedenken, Mahnung und internationale Solidarität mit Musliminnen und Muslimen, die weltweit von Diskriminierung und Gewalt betroffen sind.
Zum 15. März 2026 sollen zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützt werden, die mit Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit auf Islamfeindlichkeit aufmerksam machen. Zudem will die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung bis dahin ein Eckpunktepapier zur Prävention von Islamfeindlichkeit erarbeiten – gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie muslimischen Akteuren.
„Was wäre Berlin ohne muslimische Menschen, Menschen mit Einwanderungsgeschichte und alle anderen Personengruppen, die von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind? Gehören nicht all diese Menschen auch selbstverständlich zu dieser Stadt? Sollte es dann nicht vielleicht in aller Interesse sein, antimuslimischen Rassismus zu bekämpfen? Dafür kann der 15. März Impulse geben. Es muss sich viel tun, damit Rassismus jeglicher Art nicht immer weiter zunimmt“